Weltcup Skispringen Damen Hinterzarten 2023

Nach 5-jähriger Pause war es endlich wieder soweit: Hinterzarten richtete seinen 5. Skisprung Weltcup der Damen aus und ich durfte wie schon beim letzten Mal den Weltcup begleiten. Gebucht wurde ich als Sport-Entertainer, also einmal das Rundum-Sorglos-Paket: Warm-Upper, Stadionsprecher, Sportexperte und Diskjockey.

Freitag: Training

Los ging es für mich vor Ort mit der Akkreditierung und der Mannschaftsführersitzung. Ideale Gelegenheit für mich vorab exklusive Infos von Trainern und Organisationskomitee einzuholen. Anschließend gings ins Adler-Skistadion um mich Einzurichten, Technik-Checks, Abstimmungen mit FIS und TV etc.

Geplant war eigentlich 2 Trainingsdurchgänge sowie die Qualifikation für Samstag. Doch aufgrund eines technischen Problems beim Daten-Dienstleister, konnte nur das Training erfolgreich abgehalten werden.

Samstag: Qualy und Einzelwettbewerb

Es sollte der Highlight-Tag werden, aber der Reihe nach. Zunehmend mehr Zuschauer:innen kamen an neu neue, bzw. umgebaute Adlerschanze, die mittlerweile die kleinste Großschanze der Welt ist (HS 111m/KP 100m). Die Athletinnen genossen die Stimmung im Stadion, was sich durch die strahlenden Gesichter zeigte und in vielen Interviews unterstrichen wurde. Das freut mich natürlich sehr, da ich mich genau für diese Emotionen verantwortlich fühle. Egal ob Athletinnen, Zuschauer:innen oder auch den fast 300 ehrenamtlichen Helfern.

Aus Deutscher Sicht konnte ebenfalls gefeiert werden. Katharina ALTHAUS lag nach dem 1. Durchgang bereits auf Platz 1, den Sie auch im Zweiten souverän verteidigte: Ihr 12. Weltcup-Sieg! Die Slowenin Ema KLINEC gewann die Qualy und sicherte sich Platz 2. 3. wurde die Kanadierin Abigail STRATE, die mit PLatz 3 ihre erste Podestplatzierung sich erkämpfte. Nicht zu vergessen aber auch die großartige Leistung von Selina FREITAG, Platz 5!

Den VIP-Gästen wurde nach dem offiziellen Programm noch etwas besonders geboten: Die Top-6 Athletinnen wurde ins VIP-Zelt geladen, um dort noch einen weiteren Preis in Empfang zu nehmen. Ich nutzte die Gelegenheit für einige Interviews, nicht nur mit den Sportlerinnen, sondern bspw. auch Skisprunglegende und Olympiasieger Martin SCHMITT.

Sonntag: Qualy und Einzelwettbewerb

Am letzten Wettkampftage strahlten alle mit der Sonne um die Wette. Der Tag war perfekt. Super Wetter, noch mehr Leute im Stadion und großartigen Sport!

Bevor es losging nutzte ich die Zeit, um mir selbst mal ein Bild von der neuen Adlerschanze zu machen und fuhr mit Bahn und Lift bis ganz nach oben.

Zurück in meiner Moderatorenkabine, versorgte ich die Gäste mit vielen Infos rund um die Athletinnen, Skispringen im Allgemeinen sowie den Schwarzwald. Alles natürlich entsprechend musikalisch untermalt. Zwischen den beiden Wertungsdurchgängen nutzte ich auch die Zeit, die Leute auf den Finaldurchgang einzustimmen. Also Warm-Upper im Schanzenauslauf!

Am Ende gewann mit neuem Schanzenrekord (112,5m) die Norwegerin Anna Odine STRÖM. Die sympathische Norwegerin Stand uns allen noch für ein nettes Siegerinterview zur Verfügung:

Foto: Jan Simon Schäfer

Danke!

Ich möchte von Herzen Danke sagen, danke dem Organisationskomitee Hinterzarten, für die erneut tolle Zusammenarbeit. Danke der gesamten Technik-Crew um Bächle Event & Media, die einmal mehr einen großartigen Job gemacht haben! Danke den FIS-Funktionären und TV-Produzenten, für die entspannte und kollegiale Zusammenarbeit.

Und einen besonderen Dank meinen Eltern! Die mich wieder einmal an allen 3 Tagen besucht haben. Danke Papa für die ganzen Bilder und Videos! Ihr seid großartig! ☺

Meine großartigen Eltern Ingeborg und Hartmut

Weltcup Skispringen Titisee-Neustadt 2022

Highlights-Video

Erstmals durfte ich als Sport-Entertainer an der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt das gesamte Weltcup-Wochenende im Skispringen begleiten. Bedeutet: Event-Warm-Upper, Stadionsprecher und Sportexperte, natürlich zweisprachig und Diskjockey. Also einmal das große Rundum-Sorglos-Paket!


Das Besondere: ich war zumindest vordergründig „alleine“ und alles in Personalunion. Dadurch keine Schnittstellen (bspw. zwischen Moderator und Diskjockey), optimale Abläufe, sehr schnelle Reaktionszeiten bei besonderen Momenten, bspw. Sprung auf Bestweiten, Führung etc.

Die Herausforderung: alles im Blick zu behalten. linker Monitor Datenmonitor (Weite, Kampfrichterpunkte, Jury-Entscheidungen etc.), mittig meine eigene Datenbank, rechts DJ-Programm mit Pult, hinten Vidi-wall Monitor um bildsynchron zu moderieren.

Tag 1: Donnerstag, offizielles Training

Einrichten – Abstimmen – Moderieren. So könnte man den ersten Tag zusammenfassen.

Einrichten meiner Sprecherkabine, die zugegebener Weise etwas zu klein für mich war, weil ich dann doch einiges an Technik und Gepäck dabei habe, weil ich eben mehr mache als nur Moderieren.

Abstimmen mit dem OK, TV-Produktion, PA-Technik, FIS, Ressortleiter Zeremonien etc. um an den folgenden 3 Wettkampftagen einen einwandfreien Ablauf sicherzustellen.

Tag 2: Freitag: Qualifikation und Wettkampf Herren

Gewann die Qualy noch der überragende Mann dieser Saison Dawid KUBACKI (POL, 130,5m/144,0m), konnte sich am Ende dann doch Anže LANIŠEK (SLO, 133,5m/141,0m) zu seinem dritten Weltcup-Sieg durchsetzen. Der Wettkampf war äußerst spannend, die Stimmung im Stadion elektrisierend, knapp die Entscheidung: um -1,3 Pkt. gewann Anže.

Für die Überraschung des Tages sorgte Karl GEIGER (GER, 135,0/141,5m), der mit Platz 3 sein bestes Saisonergebnis einflog. Das Stadion feierte ihn lautstark, als er das Podest bestieg.

Tag 3: Samstag: Mixed-Team Wettbewerb

Es gibt in der aktuellen Saison nur 2 Mixed-Team Wettbewerbe. Umso größer war die Freude, dass einer davon bei uns stattfand. Die Stimmung im Stadion war wirklich toll und mitreißend. Am Ende sicherte sich Team Deutschland Platz 3 (Selina FREITAG, Constantin SCHMID, Katharina ALTHAUS, Karl GEIGER), Norwegen Platz 2 und Österreich erkämpfte sich den Ersten.

Zwischen Probedurchgang und ersten Wertungsdurchgang kochte ich als Warm-Upper die Stimmung im Stadion hoch. Hierbei verlasse ich immer meine Kabine mit vollausgestatteter Technik und gehe mit meiner mobilen Einheit raus, um situativ die richtigen Stimmungslieder einspielen zu können.

Tag 4: Sonntag: Qualy und Wettkampf Damen und Herren

Ein absoluter Traumtag! Kalte Temperaturen, blauer Himmel und Sonnenschein, eingeschneite Landschaft, volles Stadion, großartiger Sport und Leistungen!

Zunächst die Damen. Katharina ALTHAUS (GER) sprang vor heimischen Publikum zu Ihrem 10. WC Sieg und übernahm um 4 Punkte auch die Gesamt-Weltcup-Führung.

Was im Lichterglanz von Katha’s Sieg droht unterzugehen: Selina FREITAG (GER) mit Ihrem bisher besten Einzelergebnis im Weltcup: Platz 5 (125,0m/129,5m). Ebenso Agnes REISCH (GER) mit Platz 11 (119,5m/125,0m). Große Klasse!

Bei den Herren war es eine geniale Dawid KUBACKI Show von Anfang bis Ende. Erst sicherte er sich den Qualy Sieg mit -7,0 Punkten Vorsprung. Dann übernahm er die Führung im 1. Wertungsdurchgang (139,5m/57 Haltungspkt.) und schließlich setzte er im Finaldurchgang noch einen oben drauf: 143,0 m und 57,5 Haltungspkt.! Das Stadion war mit vielen angereisten polnischen Fans besetzt, entsprechend laut war die feierliche Stimmung, Gänsehaut!

Resümee

Es war zwar sehr anstrengend, durch die enge Taktung, dadurch dass die Damen und Herren antraten, war meine Vorbereitung recht umfangreich, aber es hat super viel Spaß gemacht!

Danke an das OK Titisee-Neustadt, für den herzlichen Empfang, die professionelle Zusammenarbeit und die vielen tollen Lobe, die mir ausgesprochen wurden. Danke FIS, für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit. Danke an die gesamte Technik Crew von Bächle, für die entspannte und einwandfreie Zusammenarbeit. Danke DSV, für das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und die tolle Zusammenarbeit.

Und zu guter Letzt: großer Dank meinen Eltern, die mich an fast allen Tagen begleitet haben, Bilder und Filme gemacht haben, die ich u.a. hier verarbeiten kann!

Schwarzwald Bike Marathon 2022

Seit 2004 bin ich der Stadionsprecher und Moderator des Schwarzwald Bike Marathons in Furtwangen. Dieses Jahr feiern wir Jubiläum, der Bike Marathon wird zum 25. Mal ausgetragen!

Meine Geschichte um den „SBM“

Tatsächlich bin ich seit der allerersten Auflage 1997 dabei. Die ersten Jahre allerdings noch nicht als Moderator, sondern als Helfer für Strecke richten und Verpflegungsstation auf dem Brend.

Dann 2004. Um an der Verpflegungsstation für gute Stimmung zu sorgen, hatte ich meine eigene, mobile Musikanlage aufgebaut. Andreas Mutterer (der Bernauer ist zusammen mit Wilfried Straub Ideengeber des SBM und auch mein ehem. Biathlon Trainer), war von Beginn an Stadionsprecher. An diesem Tag ging es ihm allerdings gar nicht gut (Grippe o.ä.). Das wusste auch Richard Krieg, damaliger Bürgermeister und Vorsitzender des SBM. Richard hatte mich allerdings schon bei einigen Events moderieren gehört. Als er mit dem Führungsfahrzeug bei uns auf dem Brend ankam, sah er mich und kombinierte sofort. Von Richard war es auch weniger ein „Fragen“, mehr ein „Stefan, wir brauchen Dich unten, dem Andi geht’s ned gut“ Ich setzte mich zu ihm ins Auto, wir fuhren in die Stadt und prompt war ich Co-Moderator.

Drei Jahre lange moderierten Andi und ich gemeinsam, er wollte kürzer treten und verabschiedete sich 2006. Also übernahm ich 2007 das Zepter, oder vielmehr das Mikro als Hauptmoderator.

Bild von 2007 zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden und Bürgermeister Richard Krieg

Co-Moderatoren:innen

2007 wurde ich von Lasse Schmidt unterstützt, auch er ein ehem. Biathlon-Sportkamerad von mir. 2008-2010 durfte ich mit der ehem. Weltcup-Fahrerin Petra Schmidt (geb. Winterhalder) moderieren. 2017 mit Eva-Maria Fünfgeld, der 2-fachen Paraolympionikin (Sydney 2000, Athen 2004).

2014 wurde der Zuschauer-Hotspot an der Katharinenhöhe ausgebaut und von Olympiasieger (Nord. Kombi) sowie Eurosport-Kommentator Hans-Peter Pohl stimmungsvoll moderiert.

Seit 2011 darf ich zusammen mit Dagmar „Dagi“ Bettinger die Fahrer:innen im Ziel Willkommen heißen, einzige Ausnahme war 2017, das Jahr mit Eva-Maria.

Dagi und ich kennen uns aber nicht erst seit 2011, sondern schon seit über 30 Jahren, als ihr Sohn, der bekannte MTB Marathon-Spezialist „Matze“ Bettinger und ich ebenfalls Biathlon-Kollegen waren und wir viel Zeit miteinander verbrachten. Nicht nur wir Kaderathleten, sondern auch unsere Eltern, es war eine wirklich tolle gemeinsame Zeit! 🙂

1996, die Biathlonfamilien Bettinger, Lorenz, Kienzler und Lubowitzki. Matze und Dagmar jeweils im roten Shirt, ich im Hellgrauen.

25. Schwarzwald Bike Marathon

Samstag, wieder ganz im Zeichen der Youngsters

Auch wenn das Wetter so überhaupt nicht für die Jüngsten mitspielte, ließ sich keiner der Fahrer:innen den Mut nehmen. Den Anfang machten die Allerjüngsten im Rahmen der Hirsch-Sprung Laufrad Trophy. Weiter ging es für die Schülerklassen im Rahmen des RENA Kids Cup, der heuer bereits zum 14. Mal ausgetragen wurde.

Sonntag: Marathon-Jubiläumstag

Los ging es traditionell um 07:00 Uhr mit dem Startschuss über die Königsetappe des Tages. Heuer die 90km. Dies bedeutet für die Technik-Crew und mich Aufbau entsprechend früher, konkret 05:30 Uhr. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön der gesamten Crew: Impuls für die Beschallung sowie das Team um Moritz Huber für die visuelle Produktion, mit vielen Kameras, Großleinwand etc.

Während die gesamte Veranstaltung sehr gut verlief, das Wetter auch vollständig mitspielte, gab es am Ende auch eine kleine Sensation auf der großen Strecke, was es so in Furtwangen noch nie gab: 3-fach Sieg für das Singer Racing Team: Auf der Zielgeraden sicherte sich Martin FREY den Tagessieg, vor Caleb KIENINGER und Simon STIEBJAHN.

Es war eine rundum gelungene Jubiläumsauflage, dank der über 800 ehrenamtlichen Helfern. Ich sage von Herzen Danke dem gesamten OK, für die erneut tolle Zusammenarbeit und freue mich schon jetzt wieder auf 2023!

Rückblick

So lief es 2021 ab. Zum Beitrag